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Teil 3: Bringen Sie Ihrem Hund bei zu kommen wenn er gerufen wird

Ihrem Hund beizubringen, zu kommen, wenn er angerufen wird, ist eine der wertvollsten Lektionen in diesem Trainingskurs.

 

Es kann Ihrem Hund buchstäblich das Leben retten.

 

Ein Hund der kommt wenn er gerufen wird, kann vom Strassenverkehr oder von anderen Gefahren ferngehalten werden. Sie können ihn im Hundepark, im Wald, oder am Strand laufen lassen und Sie wissen dass er zurückkommen wird wenn er gerufen wird. Dieses Training gibt Ihnen beiden also mehr Freiheit.

 

Allerdings, Ihrem Hund beizubringen zu kommen wenn er gerufen wird ist eine der schwierigsten Lektionen—für Sie. Nicht für Ihren Hund. Sie müssen Ihre normalen menschlichen Neigungen kontrollieren und Ihre Körpersprache genau beachten.

 

Was  Sie dabei lernen werden ist kontraintuitiv, aber sehr wirksam. Das Endresultat—ein Hund der jedesmal kommt wenn Sie ihn rufen—ist die Anstrengung wert.

 

Bevor wir beginnen, müssen Sie sich entscheiden welchen Befehl Sie verwenden möchten. Machen Sie sich darüber Gedanken, denn Sie müssen es jedesmal ohne Änderung verwenden. Konsistenz ist der Schlüssel bei verbalen Befehlen.

 

Sie können von Ihrem Hund nicht erwarten zu wissen dass “Komm,” “Komm her,” “Komm hier rüber,” “Hey, komm schon,” und “Max, beweg jetzt deinen Hintern hier rüber!” alles das gleiche bedeutet. Das einfachste ist natürlich “Komm!”

Drei Dinge während dieses Trainings werden sich von den anderen Lektionen unterscheiden.

 

Erstens, Ihr Tonfall. Er sollte optimistisch und begeisternd sein. Betrachten Sie sich selbst als einen aufgeregten Coach, der einem Spieler der das Feld hinunter rennt, Ermutigungen zuschreit, im Gegensatz dazu dem Spieler in Ruhe zu sagen was er tun soll.

 

Zweitens, Die Wiederholung des verbalen Befehls ist gerade für dieses Training gut, weil eine Serie von kurzen enthusiastischen Tönen am besten funktionieren um Ihren Hund dazu zu bringen sich schnell zu bewegen. Stellen Sie sich einen Coach vor der schreit “Go! Go! Go!” Auch das Klatschen während Sie den Befehl geben ist sehr effektiv.

 

Drittens, Sie werden Ihren gesamten Körper einsetzen müssen (nicht nur Ihre Stimme) damit Ihr Hunde das tut was Sie wollen. Die meisten Menschen neigen dazu ihrem Hund gegenüber zu stehen oder sogar auf ihn zuzugehen wenn sie wollen dass er kommt. Das ist das Gegenteil dessen was Sie tun sollten.

 

Damit Ihr Hund zu Ihnen kommt müssen Sie sich umdrehen und sich von ihm entfernen wenn Sie ihn rufen. Das wird das schwierigste für Sie werden, aber Sie werden staunen wie gut es funktioniert!

 

Stellen Sie sich vor dass Sie Ihren Hund zu sich her “ziehen”. Wenn Sie etwas schweres am Ende eines Seils ziehen, können Sie ihm gegenüberstehen und es nur mit Ihren Armen zu sich ziehen…

 

oder Sie können es auf die einfachere und effektivere Art und Weise tun – durch Drehen, Legen Sie das Seil über die Schulter und Sie gehen vom Objekt weg und ziehen es hinter sich her.

 

Hier ist ein weiterer Tipp: Die meisten Hunde möchten dorthin gehen, wo ihre Besitzer gehen. Sie finden heraus, wohin wir gehen werden, indem sie auf unsere Füße schauen. Deshalb werden Sie sich von Ihrem Hund abwenden, um ihn dazu zu bringen, zu Ihnen zu kommen.

 

Noch etwas bevor wir anfangen. Während dieses ersten Trainings ist es sehr wichtig, dass Ihr Hund es liebt zu Ihnen kommen zu können. Wie zuvor in diesem Kurs erwähnt, muss Ihr primärer Verstärker (wie z. B. der Leckerbissen) etwas sein, das Ihr Hund wirklich liebt – nicht einfach nur akzeptiert, sondern es wirklich liebt.

 

Ihr Tonfall beim Lob muss ermutigend und glücklich sein. Haben Sie jemals jemanden gesehen, der seinen Hund angeschrien hat? Normalerweise verliert derjenige schnell die Geduld und wechselt von einer dämlichen Stimme zu einem strengen, wütenden Schrei, wenn der Hund nicht sofort kommt.

 

Denken Sie mal darüber nach. Würden Sie auf einen wütenden Menschen zugehen? Natürlich nicht! Denken Sie daran, Ihr Ziel ist es, dass es Ihrem Hund gefällt zu Ihnen zu kommen wenn Sie ihn rufen.

 

Achten Sie also sehr darauf geduldig zu bleiben während dieser Lektion. Ihre Stimme soll glücklich und enthusiastisch klingen. Und loben Sie ihn überschwänglich wenn ihr Hund das richtige tut. .

 

Nun lassen Sie uns (endlich) mit der Lektion fortfahren!

 

Lektion 3: Bringen Sie Ihrem Hund bei zu kommen wenn er gerufen wird

 

Lesen Sie zuerst diese Lektion, und dann üben Sie sie mit Ihrem Hund.

 

  1.  Füllen Sie zuerst Ihre Taschen (oder einen Sack oder einen Beutel) mit etwa 20 Leckerli auf.

 

  1.  Bringen Sie Ihren Hund an einen Ort wo es nicht viele Ablenkungen gibt.

 

  1.  Bewegen Sie sich ungefähr 3 Meter von Ihrem Hund weg, damit er Ihnen keine Aufmerksamkeit schenkt.

 

  1.  Rufen Sie den Namen Ihres Hundes mit Begeisterung, gefolgt vom “Komm” Befehl: “Komm! Komm! Komm!” Tun Sie dies während Sie sich zur Seite drehen (drehen Sie ihm nicht den Rücken zu, Sie müssen ihn genau beobachten), und fangen Sie an zu klatschen während Sie Ihrem Hund davon laufen.

 

Sobald er sich in Ihre Richtung bewegt, rufen Sie Ihr Lob aus (“Gut!”) und machen weiter.

 

  1.  Verlangsamen Sie und lassen Sie sich von Ihrem Hund einholen; Dann hören SIe auf und geben ihm sofort eine Handvoll Leckerli und viel enthusiastisches Lob—alswäre zu Ihnen zu kommen die beste Sache der Welt!

 

Wichtig: Diese Methode verstärkt das Verhalten Ihres Hundes auf zwei Arten—erstens, um seine Aufmerksamkeit von dem abzuwenden, was er gerade tut (Schritt 4), und zweitens, wenn er Sie erreicht (Schritt 5). Schritt 4 ist genauso wichtig wie Schritt 5. Seien Sie sehr gut und konsequent, wenn Sie Ihren Hund in dem Moment loben, in dem er seine Aufmerksamkeit auf Sie richtet.

 

Es ist wirklich erstaunlich wie Sie Ihren Hund dazu bringen können mit allem aufzuhören was er gerade tut und Ihnen seine Aufmerksamkeit zu schenken.

 

Vor allem in Anbetracht so vieler Ablenkungen in Form von Gerüchen die es in der Welt Ihres Hundes gibt, Sie sollten ihm dafür Ihre Wertschätzung zeigen. Geben Sie ihm sofort ein Lob (“Gut!”) wenn er Sie anschaut und sich in ihre Richtung zu bewegt.

 

Und achten Sie darauf ihm seine Belohnung im Schritt 5 sofort zu geben wenn er Sie erreicht. WARTEN SIE NICHT damit bis er sich setzt. Wenn Sie ihm die Belohnung geben nachdem er sich hingesetzt hat, wird er denken dass Hinsetzen die Aktion war die belohnt wird und nicht das zu Ihnen kommen.

 

  1. Gehen Sie ungefähr 10 Schritte von Ihrem Hund weg, und warten Sie bis er von Ihnen weg schaut.

 

  1. Wiederholen Sie die Schritte  3, 4 und 5.

 

  1. Wiederholen Sie diesen Vorgang dreimal.

 

Wenn Ihr Hund nicht das tut was Sie wollen

 

Wenn Ihr Hund nicht kommt, ist er wahrscheinlich zu abgelenkt. Das ist in Ordnung. Denken Sie daran, er hat noch nicht gelernt dass das zu Ihnen kommen ihn glücklicher macht als alles andere was er tut.

 

Also das sollten Sie jetzt tun: Gehen Sie zu ihm. (Das ist für manche Menschen schwierig weil sie denken dass sie dann ihrem Hund “nachgeben”. Aber bitte vertrauen Sie mir.… (das ist das richtige an diesem Punkt Ihres Hundetrainings.)

 

Lassen Sie Ihren Hund wissen dass Sie eine Belohnung in der Hand haben. Verwenden Sie sie um ihn anzulocken während Sie weg gehen und geben Sie Ihren (“Komm! Komm! Komm!”) Befehl. Hören Sie nach ein paar Schritten auf und geben Sie ihm die Belohnung.

 

Wenn der Trick mit dem Leckerbissen nicht funktioniert, legen Sie ihn an die Leine und ziehen ihn vorsichtig mit während Sie Ihr Kommando ”Komm” geben. Halten Sie nach einigen Schritten an und geben Sie ihm die Belohnung.

 

Denken Sie daran dass Ihr Tonfall immer optimistisch, enthusiastisch glücklich sein sollte.

 

 

Hausaufgaben für diese Woche

 

Üben Sie diese Lektion mehrere Mal am Tag. Ändern Sie die Uhrzeit und den Ort. Stellen Sie sich das Training wie ein lustiges Spiel für Sie und Ihren Hund vor.

 

Denken Sie daran, jedes Mal den gleichen Kommando-Befehl zu verwenden, wenden Sie sich von Ihrem Hund ab und klatschen Sie, während Sie davonlaufen. Geben Sie sofort Lob, wenn er seine Aufmerksamkeit auf Sie richtet, und sofort Leckereien, wenn er Sie erreicht.

 

Seien Sie sich bewusst, was Ihr Hund tut, wenn Sie ihn rufen, um zu Ihnen zu kommen. Sie möchten, dass er schnell und einfach lernt, also rufen Sie ihn nicht, wenn er sich auf etwas anderes konzentriert. Halten Sie den Schwierigkeitsgrad für diese Übung an dieser Stelle so niedrig wie möglich.

 

Verwenden Sie den Befehl auch dann, wenn Sie wissen, dass Ihr Hund automatisch zu Ihnen kommt, z. B. wenn Sie seine Futterschüssel ablegen.

 

Denken Sie auch daran, dass der Schlüssel zu dieser Lektion darin besteht, Ihrem Hund beizubringen, dass das Kommen zu Ihnen eine wunderbare Sache ist. Verwenden Sie den “Komm” Befehl jetzt NICHT, um ihn zu Ihnen zu rufen, wenn das Endergebnis etwas ist, das er nicht mögen kann.

 

Zum Beispiel, wenn seine Fußnägel getrimmt werden. Gehen Sie stattdessen zu ihm, legen Sie die Leine an und führen Sie ihn dahin, wo Sie ihn brauchen. Halten Sie Ihren Tonfall fröhlich, freundlich und ermutigend, aber vermeiden Sie die Verwendung des Kommandos, wenn es Ihrem Hund nicht gefällt, was danach geschieht.

 

Zusätzlich zum Üben dieser Lektion…

 

Verstärken Sie Lektion 2, Bringen SIe Ihrem Hund das Kommando “Sitz” bei. Unterrichten Sie Ihren Hund weiter, um das Sitzen (wie Sie es letzte Woche gelernt haben) zu verschiedenen Zeiten in der Woche. Denken Sie daran, Ihren verbalen Befehl nicht zu ändern. Wenn Sie mit „Sitz“ begonnen haben, sagen Sie nicht „Setz dich“ oder sonst etwas.

 

Nach ein paar erfolgreichen Sitzungen mit der Grundlektion legen Sie während Ihrer nächsten Sitzung Ihren Leckerbissen in die andere Hand (nicht die, die sich über seinen Kopf in Richtung seines Schwanzes bewegt).Dies lehrt Ihren Hund, dass er eine Belohnung dafür erhält, dass er das Richtige tut (sitzen), auch wenn er das Essen nicht riechen kann.

 

Denken Sie daran Sitz” zu sagen bevor Sie Ihren Arm bewegen.

 

Versuchen Sie nach einigen erfolgreichen Sitzungen während Ihrer nächsten Sitzung, das Wort alleine zu sprechen, ohne Ihren Arm (oder etwas anderes) zu bewegen. Es kann einige Sekunden dauern, bis er nur auf den verbalen Befehl reagiert und sich setzt.

 

Also warten Sie, bis er dies tut, bevor Sie ihm viel Lob und mehrere Leckerbissen geben. Falls Ihr Hund sich nach dem verbalen Befehl nicht setzt, widerstehen Sie der Versuchung den Befehl zu wiederholen. Gehen Sie stattdessen darauf zurück die Armbewegung zu verwenden mit dem verbalen Befehl. Machen Sie sich keine Sorgen, wenn er zu diesem Zeitpunkt nicht ohne die Armbewegung auf den verbalen Befehl reagiert.

 

Wenn Sie der Meinung sind, dass Ihr Hund bereit ist, mit der nächsten Sitzung fortzufahren, versuchen Sie ihm beizubringen nur auf die Armbewegung alleine zu reagieren. Ändern Sie die Armbewegung etwas, sodass es sich eher um eine Aufwärtsbewegung in Richtung Brust handelt, als eine Bewegung über den Kopf Ihres Hundes in Richtung seines Schwanzes.

 

Verwenden Sie nur die Armbewegung allein, ohne den verbalen Befehl. Geben Sie ein extra Lob und Leckereien, um ihn zu belohnen, wenn er sitzt.

 

Nachdem er gelernt hat, nur auf den verbalen Befehl oder nur auf den visuellen Befehl zu reagieren, wechseln Sie sie ab (jedoch nicht während derselben Sitzung). Geben Sie ihm manchmal verbal das Kommando zu „sitzen“. Verwenden Sie bei einer anderen Gelegenheit nur die Armbewegung. Geben Sie viel Lob dafür, wenn der Hund das Richtige tut.

 

Seien Sie geduldig; Dieses Abwechseln von verbalen und visuellen Befehlen ist für Ihren Hund etwas kompliziert. Wechseln Sie niemals während derselben Sitzung die Befehle. Verwenden Sie den verbalen Befehl und die Armbewegung erneut, wenn er nicht alleine reagiert.

 

Alle Hunde lernen auf unterschiedliche Weise. Arbeiten Sie einfach weiter daran. Stellen Sie sicher, dass es nicht zu viele Ablenkungen gibt. Geben Sie viel Lob dafür, wenn Ihr Hund das Richtige tut.

 

Belassen Sie es bei Ihren Übungssitzungen bei höchstens fünf Wiederholungen pro Sitzung.

 

Verstärken Sie Lektion 1: Bringen Sie Ihrem Hund bei auf seinen Namen zu hören

Bringen Sie Ihrem Hund weiterhin zu verschiedenen Zeiten während der Woche seinen Namen bei. Steigern Sie dabei den Grad der Ablenkung während der Übungsstunden. Denken Sie daran, den Namen Ihres Hundes nur einmal zu sagen, warten Sie, bis er Sie ansieht, und loben Sie ihn sofort.

 

Die intermittierende Verstärkung beginnt

 

Wenn Sie sicher sind, dass Ihr Hund jedes Mal auf seinen Namen reagiert, können Sie mit der „intermittierenden Verstärkung“ beginnen. Machen Sie weiter mit dem verbalen Lob, aber reduzieren Sie die Leckerbissen, wenn Ihr Hund richtig reagiert. Geben Sie nur noch gelegentlich Belohnungen.

 

Dieser schrittweise Entzug von Leckereien ist ein wichtiger Schritt, also lassen Sie ihn nicht aus.  (Sie können es jedoch um eine weitere Woche hinauszögern, falls Ihr Hund noch nicht konsequent auf seinen Namen reagiert.)

 

Beginnen Sie mit dem Streicheln (stellen Sie sicher dass es Ihrem Hund gefällt—die meisten Hunde mögen KEINE Streicheleinheiten auf dem Kopf.

 

Haben Sie Spass beim Spielen mit Ihrem Hund. Konzentrieren SIe sich nicht die ganze Zeit auf das Training. Verbringen Sie viel kostbare Zeit mit Ihrem Hund in der Sie einfach die Gesellschaft des anderen geniessen.

 

 

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